Lyon zu Fuß entdecken

Synagogue de Lyon - Titel
Synagogue de Lyon - Titel

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Lyon zu Fuß entdecken: Ein perfekter Auftakt zur Pressereise „Malerisches Südfrankreich“

Wer an einer Flusskreuzfahrt auf Saône und Rhône teilnimmt, sollte sich eines nicht entgehen lassen: Lyon zu Fuß zu erkunden. Die Stadt ist nicht nur Startpunkt der Reise, sondern selbst ein kulturelles Schwergewicht – mit einer der größten erhaltenen Renaissance-Altstädte Europas.
Im Rahmen der Pressereise „Malerisches Südfrankreich“ mit nicko cruises hatte ich ausreichend Zeit, Lyon vor der Einschiffung auf der MS BIJOU DU RHÔNE in Ruhe zu entdecken. Und genau das empfehle ich unbedingt.

Entspannt in die Altstadt: Mit dem Bus zur Gare Saint-Paul

Die Altstadt – Vieux Lyon – erreicht man unkompliziert mit der Buslinie 1. Der Bus fährt etwa alle 15 Minuten, das Ticket kostet erstaunliche 1 Euro und kann direkt im Bus kontaktlos mit Kreditkarte bezahlt werden. Unkomplizierter geht es kaum.
Am besten steigt man an der Endhaltestelle „Gare Saint-Paul“ aus. Von hier aus beginnt der Spaziergang durch das historische Viertel, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Cathédrale Saint-Jean-Baptiste de Lyon
Cathédrale Saint-Jean-Baptiste de Lyon
Musée Cinéma et Miniature in der Altstadt
Musée Cinéma et Miniature in der Altstadt

Cathédrale Saint-Jean-Baptiste

Gotik, Astronomie-Uhr und jahrhundertealte Geschichte
Nur wenige Schritte von der Saône entfernt erhebt sich die beeindruckende Cathédrale Saint-Jean-Baptiste de Lyon. Die Kathedrale wurde zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert errichtet und verbindet romanische und gotische Stilelemente.
Besonders bemerkenswert ist die astronomische Uhr aus dem 14. Jahrhundert. Mehrmals täglich setzt sich ihr Figurenmechanismus in Bewegung – ein technisches Wunderwerk aus einer Zeit, in der Zahnräder noch von Hand gefertigt wurden.
Der Platz vor der Kathedrale ist zugleich lebendiger Treffpunkt und idealer Ausgangspunkt für den weiteren Weg durch Vieux Lyon.

Galerie

Mit der Standseilbahn zur Basilika Notre-Dame de Fourvière

Direkt am Place Saint-Jean – dort, wo sich auch die Metrostation Vieux Lyon befindet – liegt die Talstation der historischen Standseilbahn, der sogenannten „Funiculaire“. Sie verbindet das Altstadtviertel mit dem Fourvière-Hügel.
Eine einfache Fahrt kostet 1,90 Euro, Hin- und Rückfahrt 3,80 Euro. Die kleine Bahn gehört seit dem 19. Jahrhundert zum Stadtbild und ist weit mehr als ein touristisches Transportmittel – sie ist Teil der Lyoner Alltagskultur. Direkt neben der Station befindet sich übrigens eine saubere öffentliche Toilette, was auf längeren Stadtspaziergängen nicht ganz unwichtig ist.
Oben angekommen wartet eines der Wahrzeichen Lyons: die Basilique Notre-Dame de Fourvière. Die zwischen 1872 und 1896 errichtete Basilika ist ein Monument religiöser Architektur des 19. Jahrhunderts – reich verziert, mit Mosaiken, Marmordekor und einer fast byzantinisch anmutenden Opulenz.
Der eigentliche Höhepunkt liegt jedoch draußen: Von der Terrasse aus eröffnet sich eine spektakuläre Panoramaaussicht über Lyon, die Flüsse und bei klarer Sicht bis zu den Alpen.
Unübersehbar ist auch der metallene Sendeturm neben der Basilika. Der Tour métallique de Fourvière wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und erinnert mit seiner Gitterkonstruktion bewusst an den Pariser Eiffel Tower – wenn auch in deutlich kleinerer Version.

Saint-Georges und die rote Brücke über die Saône

Mit der Standseilbahn geht es wieder hinunter nach Vieux Lyon. Von dort führt der Spaziergang weiter südwärts bis zur Église Saint-Georges. Die neugotische Kirche mit ihrem markanten Turm stammt aus dem 19. Jahrhundert, steht jedoch auf mittelalterlichen Fundamenten. Ihr schlanker Turm prägt das Bild des Viertels.
Direkt davor überspannt die rote Fußgängerbrücke Passerelle Saint-Georges die Saône – nicht die Rhône. Lyon liegt bekanntlich am Zusammenfluss beider Flüsse, doch an dieser Stelle bewegt man sich noch entlang der ruhigeren Saône.
Der Blick zurück auf die farbigen Fassaden von Vieux Lyon gehört zu den schönsten Perspektiven der Stadt.

Entlang des Quai Tilsitt zur Großen Synagoge

Auf der anderen Flussseite führt der Weg am Quai Tilsitt entlang. Hier trifft man auf die Grande Synagogue de Lyon, die 1864 eingeweiht wurde. Der Bau mit seiner markanten Kuppel ist Zeugnis der langen jüdischen Geschichte Lyons. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde sie schwer beschädigt, später jedoch restauriert.
Heute ist sie ein sichtbares Symbol religiöser Vielfalt in der Stadt.

Passerelle Saint Georges die Saône text 4
Passerelle Saint Georges die Saône
Der kleine Prinz text 3
Der kleine Prinz

Antoine de Saint-Exupéry und der Kleine Prinz

Von dort biegt man in die Rue Antoine de Saint-Exupéry ein. Der in Lyon geborene Schriftsteller und Pilot Antoine de Saint-Exupéry wurde mit seinem Werk „Der kleine Prinz“ weltberühmt. Kaum ein Buch wurde weltweit häufiger übersetzt.
„Man sieht nur mit dem Herzen gut“ – dieser Satz begleitet viele durch ihr Leben. In Lyon begegnet man dem Autor immer wieder, nicht zuletzt am nahegelegenen Flughafen, der seinen Namen trägt.

Place Bellecour und Rue de la République

Der Weg führt weiter zum weitläufigen Place Bellecour, einem der größten innerstädtischen Plätze Europas. Von hier aus beginnt die Rue de la République – die zentrale Einkaufs- und Flaniermeile Lyons. Klassische Fassaden aus dem 19. Jahrhundert, große Modeketten, kleine Boutiquen, Cafés – hier pulsiert das moderne Stadtleben.
Wie lange man hier verweilt, hängt stark vom persönlichen Shopping-Interesse ab. Fest steht: Bis hierhin hat man bereits einen großen Teil der historischen Innenstadt erlaufen.

Kaffeepause mit Haltung: Café Joyeux

Ein besonderer Tipp ist das Café Joyeux – 13 Rue Ferrandière. Das Inklusionscafé beschäftigt Menschen mit kognitiven und geistigen Einschränkungen und setzt ein klares Zeichen für gesellschaftliche Teilhabe.
Das Gründungsmotto lautet: „Wir glauben, dass jeder Mensch einzigartig ist und dass seine individuellen Qualitäten in unserer Gesellschaft geschätzt werden sollten.“
Das Publikum ist jung, die Atmosphäre entspannt, der Kuchen frisch gebacken. Ein Ort, an dem Kaffee mehr ist als nur ein Getränk.

Fazit: Lyon ist mehr als ein Startpunkt

Ein besonderer Tipp ist das Café Joyeux – 13 Rue Ferrandière. Das Inklusionscafé beschäftigt Menschen mit kognitiven und geistigen Einschränkungen und setzt ein klares Zeichen für gesellschaftliche Teilhabe.
Das Gründungsmotto lautet: „Wir glauben, dass jeder Mensch einzigartig ist und dass seine individuellen Qualitäten in unserer Gesellschaft geschätzt werden sollten.“
Das Publikum ist jung, die Atmosphäre entspannt, der Kuchen frisch gebacken. Ein Ort, an dem Kaffee mehr ist als nur ein Getränk.

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